Mit den Bienen imkernEigener Weg seit 2021

Haltung & Arbeitsweise

Mein Ziel ist nicht, möglichst wenig zu machen. Mein Ziel ist, mit den Bienen zu imkern: beobachten, unterstützen, gute Rahmenbedingungen schaffen und dann eingreifen, wenn eine ungünstige Entwicklung gebremst werden muss.

Honigbienen auf einem Wabenrahmen

Mit den Bienen imkern

Unterstützen, gute Rahmenbedingungen schaffen und eingreifen, wenn eine Entwicklung dem Volk schaden würde.

Eingriffe mit Grund

Nicht nach starrer Routine arbeiten, sondern beobachten und entscheiden, was für das jeweilige Volk gerade sinnvoll ist.

Die Völker bleiben hier

Meine Bienenvölker bleiben ganzjährig an ihren Standorten in Ingelheim und werden nicht zu verschiedenen Trachten transportiert.

Zwei Honigernten

Geschleudert wird nach Raps- und Robinienblüte. Was danach eingetragen wird, bleibt den Bienen als Wintervorrat.

Warum ich Routinen hinterfrage

Ich habe selbst zunächst viel nach Lehrbuch geimkert und klassische Abläufe übernommen. Erst mit der Zeit habe ich erlebt, dass manche alteingefahrenen Maßnahmen ein Problem zwar kurzfristig lösen, später aber neue Schwierigkeiten verursachen können. Das war der Punkt, an dem ich angefangen habe, nicht nur nach dem „Was?“, sondern stärker nach dem „Warum?“ und „Was passiert danach?“ zu fragen.

Daraus folgt für mich nicht, jede bewährte Methode abzulehnen. Vieles hat seinen guten Grund. Aber eine Maßnahme soll zu diesem Volk, zu diesem Zeitpunkt und zu dieser Situation passen. Eine Routine allein ist für mich noch kein ausreichender Grund.

Was „mit den Bienen imkern“ für mich bedeutet

Die Bienen sollen möglichst gute Bedingungen vorfinden, um als Volk selbst zu funktionieren. Meine Aufgabe sehe ich darin, diese Rahmenbedingungen zu unterstützen und genau hinzusehen. Entwickelt sich etwas ungünstig, greife ich ein, bremse die Situation aus oder wirke ihr entgegen. Läuft ein Volk stabil, braucht es nicht automatisch zusätzliche Eingriffe.

Das ist kein „einfach machen lassen“. Gerade in Phasen wie der Schwarmzeit oder bei gesundheitlichen Problemen sind Kontrollen und Maßnahmen notwendig. Der Unterschied liegt für mich darin, dass der Eingriff einen konkreten Zweck hat und nicht nur stattfindet, weil er eben immer zu diesem Zeitpunkt gemacht wurde.

Die Völker bleiben in Ingelheim

Meine Bienenvölker bleiben ganzjährig an ihren Standorten in Ingelheim. Ich transportiere sie nicht für einzelne Blüten in andere Regionen. Sie arbeiten mit dem, was rund um ihre Standorte im Jahresverlauf blüht. Dadurch entstehen im Frühjahr und Frühsommer unterschiedliche Ernten aus demselben lokalen Umfeld.

Zweimal Honig ernten

Honig entnehme ich zweimal im Jahr. Die erste Schleuderung findet zum Ende der Rapsblüte statt, die zweite zum Ende der Robinienblüte. Danach wird nicht noch eine weitere Sommer- oder Spättracht geerntet: Was die Völker nach der Robinienblüte eintragen, verbleibt ihnen als Wintervorrat.

Der geerntete Honig wird nach dem Schleudern direkt in Gläser abgefüllt, etikettiert und zum Verkauf bereitgestellt. Ich kaufe keinen Honig zu und mische meine Ernten nicht mit Honig anderer Herkunft. Den aktuell erhältlichen Honig finden Sie unter Honig kaufen.

Nicht fertig, sondern lernend

Meine Arbeitsweise ist kein starres Gegenmodell zur klassischen Imkerei. Sie hat sich aus meinen Erfahrungen entwickelt und darf sich weiter verändern. Wenn Beobachtungen oder neue Erkenntnisse zeigen, dass etwas besser geht, passe ich es an. Entscheidend bleibt für mich die Frage: Was hilft diesem Bienenvolk jetzt tatsächlich?

Herr Honig ist eine Imkerei in Ingelheim am Rhein. Die Arbeitsweise orientiert sich am tatsächlichen Zustand der Bienenvölker statt an starren Routinen. Ziel ist es, die Völker zu unterstützen, gute Rahmenbedingungen zu schaffen und bei ungünstigen Entwicklungen gezielt gegenzusteuern. Honig wird zweimal im Jahr geerntet; weiterer Eintrag nach der Robinienblüte verbleibt den Bienen als Wintervorrat.